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Ausflug der BM2-Klassen

Hartmannswillerkopf – Ein Blick in den Alltag der Soldaten.

Publiziert am Montag, 13. Oktober 2025

Anlässlich der IDAF-Arbeitsphase (Interdisziplinäres Arbeiten in den Fächern) zwischen Französisch und Geschichte/Politik, besuchten die Teilnehmenden unserer zwei BM2-Klassen BMZ25A und BMZ25B und ihre Lehrpersonen kürzlich den Hartmannswillerkopf (HWK) im Elsass.

Es handelt sich um einen der wichtigsten Schauplätze des Ersten Weltkriegs in den Vogesen. Dort erfuhr die Gruppe der Berufsfachschule KV Basel, wie schnell sich der Stellungskrieg entwickelte: Schon zu Beginn wagten die Franzosen den Angriff auf den Gipfel und hielten ihn zeitweise, während die Deutschen ab 1916 ihre Stellungen immer stärker befestigten. Heute sieht man noch Tunnel und Gänge im Felsen, doch der Guide erklärte, dass diese nicht von Anfang an existierten – das Bild der kurz nach Kriegsbeginn am 3. August perfekt ausgebauten Bunker und Unterstände entspricht eher einem Klischee.

Bei den vor allem ab 21. Dezember 1915 sehr heftigen Kampfhandlungen auf dem HWK ist es kein Wunder, dass dieser Berg bald einen düsteren Ruf bekam: Viele Soldaten nannten ihn „la mangeuse d’hommes“ – die Menschenfresserin. Andere Bezeichnungen wie „Berg des Todes“ oder „Menschenfresserberg“ machten die Runde. Sie spiegelten wider, wie gefährlich die Kämpfe waren und wie viele Leben dieser Hügel kostete.

Besonders eindrücklich war ein weiteres Thema: Die Versorgung der Front und die Bergung der Verletzten. Material, Lebensmittel – und vor allem die Verletzten – mussten mühsam durch den Wald transportiert werden. Vom Col du Silberloch hinunter nach Thann dauerte der Abtransport der Verwundeten oft bis zu acht Stunden. Viele der schwer verwundeten Soldaten erreichten die Lazarette nicht lebend. Auch deshalb, weil sie nicht mit einer Ambulanz zu Tale gebracht wurden, sondern diesen langen Weg mit eigenen Kräften zu bewältigen hatten. Entlang des Wegs zur Ortschaft Thann im Tal erinnern acht kleine Friedhöfe an das unermessliche Leiden der unterwegs verstorbenen Soldaten.

Der HWK ist heute ein Ort der Erinnerung. Er zeigt, wie hart und gefährlich das Leben der Soldaten war. Wer diesen Berg besucht, versteht, dass hinter jeder Zahl im Geschichtsbuch Menschen mit Hoffnungen, Ängsten und Schicksalen stehen. Entsprechend nachdenklich kehrten etliche Teilnehmende der BM2-Klassen nach Hause zurück.